Flüchtlingsheim Zinnergasse | 1110 Wien, Zinnergasse 29-31

1998
Wohnbauvereinigung für Privatangestellte
 
Das Grundstück in Kaiser Ebersdorf ist Teil eines ehemaligen Kasernengeländes. Die bestehenden Gebäude wurden nach 1956 für ungarische Flüchtlinge verwendet, die zum Teil noch dort wohnen.
Mit dem neuen Flüchtlingsheim werden die Bebauungsstruktur und das Wegenetz aufgenommen und fortgeführt. Zwei parallele fünfgeschossige Trakte sind normal auf die bestehenden Hauptgebäude situiert und werden durch einen dreigeschossigen Kopfbau verbunden. Der Hof ist im Westen gegen den Huma-Markt geschlossen.
 
An der Südfront sind den Wohntrakten etwas von der Fassade abgerückte schattengebende Laubengänge vorgelagert. Die Wohnungen öffnen sich mit ihrem Hauptraum über einen kleinen Vorplatz zu den Laubengängen, der Laubengang wird somit zur Wohnstraße. Diese Offenheit erleichtert Kommunikation und Begegnung.
Der Bauaufgabe entsprechend wird auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit größter Wert gelegt. Durch Vermeiden von Verkehrsflächen ist der Flächenbedarf minimiert, sämtliche Installationen sind in der Mittelzone konzentriert.
 
Im Kopfbau sind neben kleinen Wohneinheiten zusätzliche Einrichtungen wie Räume für Sprachkurse und Schulung, Gemeinschafts- und Beratungsräume sowie ein Kindertagesheim untergebracht.